Das sind laut Gartner die wichtigsten Technologie-Trends 2026

Tech Trends 2026

Künstliche Intelligenz ist nicht mehr optional. Mit dieser klaren Botschaft präsentierte das weltweit führende Forschungs- und Beratungsunternehmen für IT und Business, Gartner, auf dem diesjährigen IT Symposium/Xpo in Barcelona die zehn strategischen Technologie-Trends für 2026.

Gartner zeigt, wie schnell sich die technologische Landschaft verändert – und welche Prioritäten CIOs und IT-Entscheider jetzt setzen sollten, um ihre Organisationen widerstandsfähig, sicher und innovationsfähig zu machen.

Die Analysten sehen 2026 als Jahr der Disruption – geprägt von beispielloser Innovationsgeschwindigkeit, aber auch neuen Risiken. „Was sich dieses Jahr anders anfühlt, ist die Geschwindigkeit“, betont die Gartner-Analystin Tori Paulman. „Wir haben in einem einzigen Jahr mehr Innovationen erlebt als je zuvor.“

Unternehmen, die diese Dynamik aktiv gestalten, werden laut Gartner ihre Branchen für die kommenden Jahrzehnte prägen.

Drei Leitmotive prägen die Trends

Gartner ordnet die zehn Trends drei Themenfeldern zu, die beschreiben, wie führende Unternehmen Technologie einsetzen, um in einer zunehmend KI-gesteuerten und hypervernetzten Welt Innovation, Effizienz und Sicherheit miteinander zu verbinden.

Die wichtigsten Themen im Überblick:

  • The Architect: Aufbau skalierbarer KI-Plattformen und sicherer Infrastrukturen
  • The Synthesist: Orchestrierung spezialisierter Modelle und Systeme
  • The Vanguard: Schutz, Vertrauen und Governance in einer komplexen Technologiewelt

The Architect – KI-Plattformen und Infrastruktur

Im ersten Themenfeld dreht sich alles um die Grundlagen produktiver KI-Nutzung. Unternehmen bauen derzeit Plattformen auf, die den Einsatz generativer KI im Alltag erleichtern – und zwar weit über die Entwicklungsabteilungen hinaus.

AI-Native Development Platforms verändern, wie Software entsteht: Kleine, agile Teams können mithilfe generativer Modelle deutlich mehr Anwendungen in kürzerer Zeit realisieren. Gartner prognostiziert, dass bis 2030 rund 80 % der Organisationen ihre großen Engineering-Teams in kleinere, KI-gestützte Einheiten umwandeln werden.

Gleichzeitig wird AI Supercomputing zum strategischen Wettbewerbsvorteil. Durch den Einsatz spezialisierter Hardware und Orchestrierungssoftware lassen sich datenintensive Workloads – etwa für Klimasimulationen oder Medikamentenentwicklung – um ein Vielfaches schneller verarbeiten.

Bis 2028, so Gartner, werden über 40 % der führenden Unternehmen hybride Computing-Architekturen in ihre Geschäfts-Workflows integrieren.

Ein weiterer Trend ist Confidential Computing. Dabei werden sensible Daten bereits während der Verarbeitung geschützt – ein entscheidender Fortschritt für Branchen wie Rechtswesen, Finanzen oder Gesundheitswesen. Bis 2029 sollen mehr als drei Viertel aller Operationen in nicht vertrauenswürdigen Infrastrukturen so abgesichert sein.

The Synthesist – Anwendung und Orchestrierung von KI

Im zweiten Leitmotiv steht die intelligente Zusammenarbeit spezialisierter Modelle und Systeme im Fokus. Multiagent Systems etwa vernetzen mehrere KI-Agenten, die gemeinsam komplexe Aufgaben bearbeiten – von der Prozessautomatisierung bis zur Entscheidungsunterstützung.

Einen entscheidenden Fortschritt markieren zudem Domain-Specific Language Models (DSLMs). Sie schließen die Lücke zwischen generischen LLMs und branchenspezifischen Anforderungen und liefern präzisere, compliance-konforme Ergebnisse, etwa im Rechts-, Finanz- oder Technikbereich.

Gartner erwartet, dass bis 2028 mehr als die Hälfte der von Unternehmen eingesetzten GenAI-Modelle domänenspezifisch sein werden.

Parallel dazu bringt Physical AI Intelligenz in die reale Welt: Roboter, Drohnen und smarte Industrieanlagen treffen zunehmend eigenständige Entscheidungen und interagieren direkt mit Menschen und Maschinen – eine Schlüsseltechnologie für Produktion, Logistik und Wartung.

The Vanguard – Sicherheit, Vertrauen und Governance

Mit zunehmender technologischer Komplexität rücken Fragen von Sicherheit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit in den Vordergrund. Preemptive Cybersecurity verlagert den Fokus von der Reaktion zur Prävention: KI-gestützte Sicherheitsarchitekturen erkennen Bedrohungen, bevor sie Schaden anrichten können. Gartner schätzt, dass solche präventiven Ansätze bis 2030 rund die Hälfte aller Security-Ausgaben ausmachen werden.

Ein weiterer zentraler Trend ist Digital Provenance, also die lückenlose Nachverfolgung von Herkunft, Besitz und Integrität von Daten, Software und KI-generierten Inhalten. Fehlende Investitionen in diese Transparenz könnten laut Gartner bis 2029 zu Sanktionsrisiken in Milliardenhöhe führen.

Zunehmend setzen Unternehmen außerdem auf AI Security Platforms, um den Überblick über alle KI-Anwendungen zu behalten und Risiken wie Datenlecks oder fehlerhafte Agentenaktionen zu vermeiden.

Parallel gewinnt der Trend zur Geopatriation an Bedeutung: Immer mehr Organisationen verlagern ihre Workloads in souveräne oder regionale Clouds, um geopolitischen Unsicherheiten vorzubeugen.

Bis 2030 soll dieser Anteil in Europa und im Nahen Osten auf über 75 % steigen – gegenüber 5 % im Jahr 2025.

Was die Trends für Unternehmen wie Verve bedeuten

2026 wird zu einem Schlüsseljahr für Technologieverantwortliche. Künstliche Intelligenz ist keine Option mehr, sondern fester Bestandteil jeder digitalen Strategie. Wer heute in skalierbare Plattformen, verantwortungsvolle KI-Nutzung und vertrauenswürdige Systeme investiert, schafft die Basis für langfristige Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit.

Für Beratungsunternehmen wie Verve Consulting zeigen die Gartner-Ergebnisse vor allem eines: Technologie und Organisationsentwicklung wachsen untrennbar zusammen.

Unternehmen erwarten heute nicht nur technologische Expertise, sondern auch strategische Begleitung – von der Einführung domänenspezifischer Modelle bis hin zu Fragen der KI-Governance.

Datenschutz, Compliance und Cloud-Souveränität werden zu festen Bestandteilen jeder Digitalstrategie. Gleichzeitig rückt das Thema Change Management in den Mittelpunkt: Der Wandel hin zu KI-nativen Strukturen betrifft nicht nur IT-Abteilungen, sondern ganze Organisationen.

Bei Verve arbeiten wir passgenau als Schnittstelle zwischen Business und IT und helfen unseren Kunden die digitale Zukunft zu gestalten. Unser Ziel ist es, KI-Lösungen nicht nur technisch, sondern menschlich und verantwortungsvoll zu implementieren – in Kanzleien, Beratungen und IT-nahen Umgebungen gleichermaßen.

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