Seit Januar 2025 bietet Verve Consulting seinen Mitarbeitern die Verve Academy an – eine Plattform zur Weiterbildung und Qualifizierung, inklusive Zertifizierungen. Wie es zur Idee kam und welche Möglichkeiten die Academy bietet, erklärt der Organisator Gereon Seifert im Interview.
Wie entstand die Idee zur Verve Academy?
Unser Geschäftsführer Ivo wollte eine Übersicht über die Qualifikationen unserer Mitarbeiter haben, um besser einschätzen zu können, wer welche Fähigkeiten mitbringt. Daraus entstand die Idee, eine zentrale Plattform zu schaffen, die die Qualifikationen erfasst.
Dann haben wir überlegt: Warum nicht gleich die Möglichkeit nutzen, Schulungen direkt über diese Plattform bereitzustellen? So können wir nicht nur nachvollziehen, wer welche Qualifikation hat, sondern auch aktiv Weiterbildungen anbieten und den Lernfortschritt tracken.
Was genau ist die Verve Academy für eine Plattform?
Die Verve Academy ist eine Lernplattform, die verschiedene Kurse bereitstellt – sowohl intern erstellte als auch externe Schulungen. Nutzer können ihren Fortschritt verfolgen, Prüfungen ablegen und sich Zertifizierungen erarbeiten. Das System ist flexibel und ermöglicht eine personalisierte Weiterbildung, abgestimmt auf die individuellen Karriereziele der Mitarbeiter.
Wer entscheidet, welche Kurse in der Academy angeboten werden?
Das ist flexibel geregelt. Unser Geschäftsführer gibt vor, welche Qualifikationen wichtig sind. Basierend darauf erstellen wir Kurse, die gezielt diese Fähigkeiten abfragen und vermitteln. Innerhalb unseres Academy-Teams haben wir dabei viel Gestaltungsspielraum. Bisher habe vor allem ich die Kurse konzipiert und entwickelt.
Erstellt ihr alle Kurse selbst oder werden sie auch eingekauft?
Wir haben eine klare Struktur für unsere eigenen Kurse entwickelt. Diese sind eher grundlegend und folgen einem einheitlichen Schema: Ein kurzes Erklärvideo, wichtige Definitionen sowie Tipps und Tricks zur praktischen Anwendung.
Für anspruchsvollere Schulungen mit Zertifizierung greifen wir auf externe Anbieter zurück. Über unsere Plattform erhalten die Mitarbeiter dann Zugriff auf diese weiterführenden Kurse. Derzeit haben wir etwa fünf bis sechs externe Kurse in unser System integriert.
Kannst du ein Beispiel für eure eigenen Kurse nennen?
Ein gutes Beispiel ist Scrum. Hier bieten wir sowohl eigene Schulungen als auch externe Zertifizierungskurse an.
- Unser Basiskurs vermittelt die Grundlagen, damit die Teilnehmer mit den Begrifflichkeiten vertraut sind.
- Wer sich tiefer einarbeiten möchte, kann sich für den Zertifizierungskurs anmelden – dieser wird von einem externen Anbieter durchgeführt und dauert mehrere Stunden.
- Für Fortgeschrittene gibt es weitere Module, die auf Expertenlevel abzielen.

Welche Themen deckt die Verve Academy noch ab?
Der Fokus liegt aktuell noch auf technischen und methodischen Kompetenzen wie Projektmanagement, PRINCE2, BPM, agile Methoden und verschiedene Frameworks.
Langfristig wollen wir auch Soft Skills stärker einbinden. Derzeit liegt unser Schwerpunkt aber noch auf den „Must-haves“. Soft-Skill-Kurse sind aber in Planung und werden schrittweise ausgebaut.
Ist die Plattform noch erweiterbar?
Definitiv! Das Potenzial ist riesig. Besonders, wenn wir langfristig viele Kurse selbst entwickeln. Klar, das ist aufwendig, aber wir hoffen, die Plattform kontinuierlich auszubauen.
Sollte das Projekt über mehrere Jahre wachsen, könnte die Verve Academy sich sogar zu einer echten Alternative zu kommerziellen Weiterbildungsplattformen entwickeln.
Wie funktioniert die Zertifizierung?
Es gibt ein dreistufiges Zertifizierungssystem:
- Basis-Level – Grundkenntnisse erwerben
- Zertifizierungs-Level – spezialisierte Schulungen mit Zertifikat
- Fortgeschrittenen-Level – tiefgehende Expertenkurse
Je nach gewähltem Karrierepfad durchläuft man eine Reihe von Kursen, die zum jeweiligen Zertifikat führen. Beispielsweise kann man sich von einem Business Analyst Basis-Level zum Experten-Level weiterqualifizieren
Wie werden die Kurse für die Mitarbeiter ausgewählt?
Die Teamleiter spielen hier eine zentrale Rolle. Sie sprechen mit den Mitarbeitern über ihre Karriereziele – zum Beispiel: Will ich mich zum Anforderungsmanager entwickeln oder soll mein Schwerpunkt eher im Bereich Business Analyse liegen? Basierend auf diesen Gesprächen werden passende Kurse vorgeschlagen.
Die Plattform zeigt dann den individuellen Lernfortschritt an. Sobald alle Kurse einer Stufe abgeschlossen sind, kann der nächste Schritt geplant werden.
Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?
Neben Soft-Skill-Kursen möchten wir auch verstärkt Inhalte fürs Onboarding neuer Mitarbeiter entwickeln. Die Verve Academy soll nicht nur für Weiterbildung genutzt werden, sondern auch neuen Kollegen helfen, sich schneller ins Unternehmen einzufinden.
Langfristig könnte sich die Plattform noch stärker auf Karriereentwicklung fokussieren – mit dem Ziel, Mitarbeiter gezielt auf zukünftige Rollen wie Management Consultant oder Strategy Consultant vorzubereiten.